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    Allgemeine Geschäftsbedingungen

    Seminare · Workshops · Keynotes · Fortbildungen · Einzelbegleitung

    Carsten Vonnoh · Vaterherz® Akademie · Schubertstraße 10, 99423 Weimar · kontakt@vaterherz.de · Stand: 15. August 2026

    § 1 Anbieter und Geltungsbereich

    1.1 Anbieter und Vertragspartner ist:

    Carsten Vonnoh
    Schubertstraße 10
    99423 Weimar
    Telefon: 0174 3137797
    E-Mail: kontakt@vaterherz.de
    Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE270724436

    1.2 Diese AGB gelten für alle Verträge über die Teilnahme an oder die Durchführung der in § 2 genannten Leistungen. Sie gelten unabhängig davon, auf welchem Weg der Vertrag zustande kommt, insbesondere über die Anmelde- und Kontaktformulare auf den Webseiten carstenvonnoh.de und vaterherz.de, über E-Mail oder Telefon sowie über ein individuelles schriftliches Angebot.

    1.3 Über das Terminvereinbarungsformular auf vaterherz.de werden ausschließlich unverbindliche Erstgespräche vereinbart. Ein entgeltlicher Vertrag kommt dadurch nicht zustande.

    1.4 Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB). Unternehmen, Kreditinstitute, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, Kommunen, Hochschulen, Träger, Verbände, Vereine und Stiftungen sind Unternehmer im Sinne dieser AGB.

    1.5 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu. Gegenüber öffentlichen Auftraggebern gilt Satz 1 nicht, soweit deren Vergabe- oder Vertragsbedingungen zwingend anzuwenden sind.

    § 2 Leistungen

    2.1 Offene Veranstaltungen. Seminare, Workshops und Kurse, die der Anbieter öffentlich ausschreibt und zu denen sich Einzelpersonen anmelden. Sie finden in Präsenz an einem angegebenen Ort oder als Live-Veranstaltung über einen Videokonferenzdienst statt.

    2.2 Einzelbegleitung. Begleitung einzelner Personen oder Paare in Präsenz, per Video oder telefonisch. Die Einzelbegleitung wird ausschließlich als Paket mit einer im Angebot festgelegten Anzahl von Sitzungen vereinbart. Die einzelnen Termine werden innerhalb des Pakets gemeinsam abgestimmt.

    2.3 Aufträge von Organisationen. Keynotes, Vorträge, Inhouse-Workshops, Fortbildungsreihen und Beratungsprozesse für Unternehmen, Kreditinstitute, Kommunen, Hochschulen, Träger, Verbände und vergleichbare Einrichtungen auf Grundlage eines individuellen Angebots.

    2.4 Online-Kurse. Zeitlich und örtlich unabhängig abrufbare Kursinhalte, insbesondere Videolektionen und begleitende Materialien. Derzeit bietet der Anbieter keine Online-Kurse an; die Regelungen dieser AGB zu Online-Kursen gelten, sobald ein solches Angebot verfügbar ist.

    2.5 Inhalt, Termin, Dauer, Ort, Teilnehmerzahl und Preis ergeben sich aus der jeweiligen Angebotsbeschreibung beziehungsweise aus dem individuellen Angebot. Maßgeblich ist der Stand zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Ein bestimmter Lern-, Behandlungs- oder wirtschaftlicher Erfolg wird nicht geschuldet.

    2.6 Unterkunft und Verpflegung. Unterkunft und Verpflegung sind nicht Gegenstand des Vertrags. Teilnehmende buchen und bezahlen sie unmittelbar bei der Tagungsstätte; ein Vertrag hierüber kommt ausschließlich zwischen der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer und der Tagungsstätte zustande. Der Preis des Anbieters umfasst ausschließlich die Seminarleistung. Weist der Anbieter auf ein bei der Tagungsstätte hinterlegtes Zimmerkontingent hin, ist dieser Hinweis unverbindlich und begründet weder einen Vertrag mit dem Anbieter noch eine Verpflichtung zur Übernachtung vor Ort.

    2.7 Der Anbieter darf den Ablauf einer Veranstaltung geringfügig ändern, insbesondere Reihenfolge und Methodik einzelner Programmpunkte, soweit der Gesamtcharakter dadurch nicht wesentlich verändert wird und die Änderung für den Kunden zumutbar ist.

    2.8 Ein Anspruch auf Durchführung durch eine bestimmte Person oder an einem bestimmten Ort besteht nur, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.

    § 3 Vertragsschluss

    3.1 Die Darstellung von Angeboten auf den Webseiten des Anbieters ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

    3.2 Anmeldung zu offenen Veranstaltungen, zur Einzelbegleitung und zu Online-Kursen. Die Anmeldung des Kunden per Formular, E-Mail oder Telefon ist ein Angebot auf Abschluss eines Vertrags. Der Vertrag kommt mit der Anmeldebestätigung des Anbieters in Textform zustande.

    3.3 Individuelles Angebot. Bei Leistungen nach § 2.3 unterbreitet der Anbieter ein Angebot in Textform. Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Kunden in Textform zustande. Das Angebot ist, sofern nicht anders angegeben, 30 Tage ab Zugang bindend.

    3.4 Einbeziehung dieser Bedingungen. Diese AGB und – bei Verbraucherverträgen – die Widerrufsbelehrung werden dem Kunden vor Abgabe seiner Vertragserklärung zur Verfügung gestellt, bei Leistungen nach § 2.3 zusammen mit dem Angebot. Sie werden Vertragsbestandteil, wenn der Kunde ihrer Geltung bei Vertragsschluss zustimmt.

    3.5 Der Vertragstext wird gespeichert und dem Kunden zusammen mit diesen AGB und – bei Verbraucherverträgen – der Widerrufsbelehrung in Textform übersandt. Vertragssprache ist Deutsch.

    § 4 Preise

    4.1 Es gilt der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses angegebene beziehungsweise im Angebot genannte Preis.

    4.2 Preise für Leistungen nach §§ 2.1, 2.2 und 2.4 sind Gesamtpreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer von derzeit 19 %; § 5.10 bleibt unberührt. Preise für Leistungen nach § 2.3 verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

    4.3 Reise- und Übernachtungskosten des Anbieters sind im Preis nur enthalten, soweit dies ausdrücklich angegeben ist. Bei Leistungen nach § 2.3 werden sie nach Aufwand oder nach der im Angebot genannten Pauschale abgerechnet.

    § 5 Zahlungsbedingungen

    Leistungen an Verbraucher

    5.1 Offene Veranstaltungen. Vorbehaltlich § 5.3 stellt der Anbieter bei Leistungen nach § 2.1 mit der Anmeldebestätigung eine Rechnung. Der Betrag ist ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang der Rechnung zu zahlen.

    5.2 Einzelbegleitung. Bei Leistungen nach § 2.2 ist der Preis für das gesamte Paket vor der ersten Sitzung zu zahlen. Der Anbieter stellt die Rechnung mit der Anmeldebestätigung; sie ist ohne Abzug sofort nach Erhalt zu zahlen. Die Vorauszahlung gleicht aus, dass der Anbieter die Termine des Pakets für den Kunden freihält und dafür andere Anfragen ablehnt.

    5.3 Offene digitale Veranstaltungen. Abweichend von § 5.1 kann bei öffentlich ausgeschriebenen digitalen Veranstaltungen nach § 2.1 die Zahlung nach der Veranstaltung erfolgen, wenn dies in der Angebotsbeschreibung angegeben ist. Die Rechnung ist innerhalb von 14 Tagen ab Zugang ohne Abzug zu zahlen.

    5.4 Online-Kurse. Bei Leistungen nach § 2.4 ist der Preis vor der Freischaltung des Zugangs zu zahlen.

    Aufträge von Organisationen

    5.5 Grundsatz: Zahlung vor dem Termin. Bei Leistungen nach § 2.3 ist das vereinbarte Honorar vor dem Veranstaltungstermin zu zahlen. Der Anbieter stellt die Rechnung mit der Auftragsbestätigung. Das Honorar ist ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang der Rechnung zu zahlen, in jedem Fall vor dem Termin. Die Vorauszahlung gleicht aus, dass der Anbieter als Einzelunternehmer den vereinbarten Termin exklusiv für den Auftraggeber freihält, konkurrierende Anfragen für diesen Zeitraum ablehnt und die inhaltliche Vorbereitung sowie Reise- und Übernachtungsbuchungen vor dem Termin auf eigene Rechnung vornimmt. Wegen der Art der Leistung stehen ihm keine Sicherungsrechte zu; eine einmal erbrachte Keynote oder Fortbildung lässt sich nicht zurückholen.

    5.6 Anwendungsbereich des Grundsatzes. § 5.5 gilt für alle Auftraggeber nach § 2.3, insbesondere für Unternehmen jeder Rechtsform, für Sparkassen, Genossenschaftsbanken und sonstige Kreditinstitute, für Anstalten des öffentlichen Rechts mit eigener Wirtschaftsführung, für kommunale Eigenbetriebe und Beteiligungsgesellschaften sowie für Kirchen, Verbände, Vereine, Stiftungen und freie Träger.

    5.7 Haushaltsgebundene öffentliche Auftraggeber. Abweichend von § 5.6 gilt für haushaltsgebundene Stellen Folgendes: Ist der Auftraggeber eine Gebietskörperschaft, eine Hochschule oder eine sonstige Stelle, deren Haushaltsrecht eine Zahlung vor Empfang der Gegenleistung untersagt, gilt § 5.5 ebenfalls. Legt der Auftraggeber jedoch vor Vertragsschluss in Textform dar, dass ihm eine vollständige Vorauszahlung haushaltsrechtlich nicht möglich ist, gilt stattdessen: Über 50 % des Honorars stellt der Anbieter die Rechnung mit der Auftragsbestätigung; dieser Betrag ist innerhalb von 14 Tagen ab Zugang der Rechnung zu zahlen, in jedem Fall vor dem Termin. Über den Restbetrag wird nach dem Termin abgerechnet; er ist innerhalb von 14 Tagen ab Zugang dieser Rechnung zu zahlen.

    5.8 Mehrteilige Leistungen und Beratungsprozesse. Bei Fortbildungsreihen mit mehreren Terminen wird jeder Termin einzeln nach § 5.5 beziehungsweise § 5.7 abgerechnet; die Rechnung für den jeweiligen Termin wird spätestens einen Monat vor diesem Termin gestellt, sofern das Angebot nichts anderes vorsieht. Bei Beratungsprozessen ohne einzelnen Veranstaltungstermin wird nach Zeitaufwand monatlich abgerechnet; die Rechnung ist innerhalb von 14 Tagen ab Zugang zu zahlen.

    5.9 Nebenkosten. Reisekosten und sonstige Nebenkosten, die nicht pauschaliert vereinbart sind, werden nach dem Termin abgerechnet und sind innerhalb von 14 Tagen ab Zugang der Rechnung zu zahlen.

    Für alle Leistungen

    5.10 Offene Veranstaltungen für Unternehmer. Meldet sich ein Unternehmer zu einer offenen Veranstaltung nach § 2.1 an, gelten §§ 5.1 und 5.3 entsprechend. Die angegebenen Preise verstehen sich in diesem Fall als Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

    5.11 Vorrang der Individualabrede. Im Einzelfall getroffene abweichende Vereinbarungen gehen diesen Bedingungen vor (§ 305b BGB). Sie bedürfen keiner besonderen Form.

    5.12 Zahlungsweg. Die Zahlung erfolgt per Überweisung auf das in der Rechnung genannte Konto, sofern nicht ausdrücklich eine andere Zahlungsart vereinbart ist.

    5.13 Verzug. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen. Gegenüber Verbrauchern beträgt der Verzugszins fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, gegenüber Unternehmern neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

    5.14 Nichtzahlung vor dem Termin. Ist ein nach § 5.5 oder § 5.7 vor dem Termin fälliges Honorar bei Eintritt der Fälligkeit nicht vollständig eingegangen, kann der Anbieter die Leistung nach erfolgloser Mahnung bis zum Zahlungseingang zurückhalten und, wenn eine angemessene Nachfrist fruchtlos verstreicht, vom Vertrag zurücktreten. § 7.5 gilt in diesem Fall entsprechend.

    5.15 Aufrechnung. Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Das Aufrechnungsverbot nach Satz 1 gilt nicht für Gegenansprüche aus demselben Vertragsverhältnis. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.

    § 6 Widerrufsrecht für Verbraucher

    6.1 Verbrauchern steht bei Verträgen, die im Fernabsatz oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten – einschließlich der Voraussetzungen, unter denen das Widerrufsrecht vorzeitig erlischt – ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die dem Kunden nach § 3.4 vor Vertragsschluss zur Verfügung gestellt und nach § 3.5 in Textform übersandt wird.

    6.2 Vorzeitiger Leistungsbeginn bei Dienstleistungen. Beginnt eine Leistung nach § 2.1 oder § 2.2 innerhalb der Widerrufsfrist, holt der Anbieter vor Beginn in Textform die ausdrückliche Zustimmung des Verbrauchers zum vorzeitigen Ausführungsbeginn sowie dessen Bestätigung ein, dass er sein Widerrufsrecht verliert, sobald die Leistung vollständig erbracht ist. Widerruft der Verbraucher nach Beginn der Ausführung, schuldet er anteiligen Wertersatz nach Maßgabe der Widerrufsbelehrung.

    6.3 Vorzeitiger Leistungsbeginn bei Online-Kursen. Bei Leistungen nach § 2.4 erlischt das Widerrufsrecht mit Beginn der Ausführung nur, wenn der Verbraucher dem vorzeitigen Beginn ausdrücklich zugestimmt, seine Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bestätigt hat und der Anbieter ihm eine Bestätigung des Vertrags einschließlich dieser Erklärungen auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung gestellt hat. Wertersatz wird in diesem Fall nicht geschuldet (§ 357a Abs. 3 BGB).

    6.4 Das Widerrufsrecht besteht unabhängig von den Stornoregelungen des § 7. Innerhalb der Widerrufsfrist kann der Kunde frei wählen, ob er widerruft oder storniert. Die Stornoregelungen schränken das Widerrufsrecht nicht ein.

    6.5 Unternehmern steht kein Widerrufsrecht zu.

    6.6 Schließt der Verbraucher den Vertrag über eine Online-Benutzeroberfläche des Anbieters, kann er den Widerruf auch über die dort während der Widerrufsfrist ständig verfügbare Widerrufsfunktion „Vertrag widerrufen“ erklären (§ 356a BGB). Der Anbieter bestätigt den Eingang eines auf diesem Weg erklärten Widerrufs unverzüglich auf einem dauerhaften Datenträger.

    § 7 Rücktritt, Stornierung und Absage durch den Kunden

    7.1 § 7 greift, soweit ein Widerrufsrecht nicht besteht, bereits erloschen ist oder der Kunde von ihm keinen Gebrauch macht.

    7.2 Offene Veranstaltungen. Bei Leistungen nach § 2.1 kann der Kunde bis zum Veranstaltungsbeginn in Textform zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Erklärung beim Anbieter. Es fallen folgende pauschalierte Entschädigungen an:

    • mehr als 30 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 0 %
    • 30 bis 15 Tage vor Veranstaltungsbeginn: 50 %
    • 14 Tage oder weniger vor Veranstaltungsbeginn sowie bei Nichterscheinen: 90 %

    Die Pauschalen sind unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und der gewöhnlich möglichen anderweitigen Verwendung des Platzes berechnet.

    7.3 Der Kunde kann bis zum Veranstaltungsbeginn eine Ersatzperson benennen. In diesem Fall entfällt die Entschädigung nach § 7.2. Der Anbieter kann die Ersatzperson ablehnen, wenn in ihrer Person ein wichtiger Grund liegt.

    7.4 Einzelbegleitung. Vereinbarte Termine nach § 2.2 können bis 48 Stunden vor Terminbeginn kostenfrei in Textform abgesagt oder verschoben werden. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen gilt der Termin zu 90 % als in Anspruch genommen; der Anbieter bietet für den verbleibenden Anteil einen Ersatztermin an.

    7.5 Aufträge von Organisationen. Sagt der Auftraggeber einen nach § 2.3 vereinbarten Termin ab oder verschiebt er ihn, ohne dass der Anbieter dies zu vertreten hat, wird folgendes Ausfallhonorar fällig:

    • mehr als 60 Tage vor dem Termin: 0 %
    • 60 bis 31 Tage vor dem Termin: 50 %
    • 30 Tage oder weniger vor dem Termin: 90 %

    Bei mehrteiligen Reihen gilt die Staffel für jeden abgesagten Einzeltermin und bemisst sich nach dessen Anteil am Gesamthonorar. Bereits angefallene und nicht stornierbare Reise- und Übernachtungskosten sind zusätzlich zu erstatten. Einigen sich die Parteien auf einen Ersatztermin innerhalb von zwölf Monaten, entfällt das Ausfallhonorar; nicht stornierbare Reisekosten bleiben zu erstatten.

    7.6 Nachweisvorbehalt. Dem Kunden bleibt bei allen Pauschalen dieses Paragrafen der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein Schaden oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. In diesem Fall schuldet er nur den nachgewiesenen geringeren Betrag. Dem Anbieter bleibt der Nachweis eines höheren Schadens vorbehalten.

    7.7 Beendigung von Beratungsprozessen. Beratungsprozesse nach § 2.3 ohne festen Endtermin können von beiden Seiten mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende in Textform beendet werden. Abgerechnet wird die bis dahin erbrachte Leistung; bereits fest vereinbarte Termine innerhalb der Frist unterliegen § 7.5.

    7.8 Für Online-Kurse nach § 2.4 gilt § 7 nicht. Die Rückabwicklung bestimmt sich ausschließlich nach dem Widerrufsrecht und den gesetzlichen Vorschriften.

    § 8 Absage und Verlegung durch den Anbieter

    8.1 Der Anbieter kann eine Veranstaltung oder einen Termin absagen oder verlegen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere bei Krankheit oder Ausfall der durchführenden Person, bei Ausfall des Veranstaltungsortes oder bei höherer Gewalt.

    8.2 Der Anbieter kann eine offene Veranstaltung ferner absagen, wenn die in der Angebotsbeschreibung genannte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird. Die Absage erfolgt spätestens 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn.

    8.3 Im Fall der Absage werden bereits gezahlte Beträge unverzüglich, spätestens innerhalb von 14 Tagen, vollständig erstattet. Bei einer Verlegung kann der Kunde wählen, ob er den Ersatztermin wahrnimmt oder vom Vertrag zurücktritt; im Fall des Rücktritts wird der volle Betrag erstattet.

    8.4 Weitergehende Ansprüche, insbesondere auf Ersatz vergeblicher Reise- und Übernachtungskosten oder auf entgangenen Gewinn, bestehen nur nach Maßgabe von § 15.

    § 9 Durchführung

    9.1 Der Kunde ist selbst dafür verantwortlich, rechtzeitig am Veranstaltungsort zu erscheinen beziehungsweise sich rechtzeitig einzuwählen und über eine geeignete technische Ausstattung und Internetverbindung zu verfügen.

    9.2 Der Anbieter kann Teilnehmende von der weiteren Teilnahme ausschließen, wenn sie den Ablauf trotz Ermahnung erheblich stören, andere Teilnehmende gefährden oder belästigen oder unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln stehen. Der Vergütungsanspruch bleibt bestehen; ersparte Aufwendungen werden angerechnet.

    9.3 Für persönliche Gegenstände der Teilnehmenden übernimmt der Anbieter keine Verwahrung. § 15 bleibt unberührt.

    § 10 Online-Kurse: Zugang und Laufzeit

    10.1 Nach Vertragsschluss und Zahlungseingang erhält der Kunde einen persönlichen Zugang zu den Kursinhalten.

    10.2 Die Zugangsdauer ergibt sich aus der Angebotsbeschreibung. Ist dort keine Dauer angegeben, wird der Zugang für 24 Monate ab Freischaltung gewährt.

    10.3 Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, gibt sie nicht an Dritte weiter und informiert den Anbieter unverzüglich bei Anhaltspunkten für missbräuchliche Nutzung. Für die Nutzung der Inhalte gilt § 13.

    10.4 Die technischen Mindestvoraussetzungen ergeben sich aus der Angebotsbeschreibung. Der Anbieter schuldet keine Anpassung an eine bestimmte Hard- oder Softwareumgebung.

    10.5 Der Anbieter ist um ständige Verfügbarkeit bemüht, schuldet sie aber nicht ununterbrochen. Kurzzeitige Unterbrechungen wegen Wartung, Aktualisierung oder Störungen im Verantwortungsbereich Dritter begründen keinen Mangel, solange die Nutzung insgesamt nicht erheblich beeinträchtigt ist.

    § 11 Mängelrechte bei digitalen Inhalten

    11.1 Für Verträge über digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen mit Verbrauchern gelten die §§ 327 ff. BGB. Der Anbieter weist ausdrücklich darauf hin, dass dem Verbraucher ein gesetzliches Mängelrecht zusteht.

    11.2 Der Anbieter stellt während der vereinbarten Zugangsdauer Aktualisierungen bereit, die erforderlich sind, um die Vertragsmäßigkeit zu erhalten, und informiert hierüber (§ 327f BGB). Eine Pflicht zur inhaltlichen Weiterentwicklung besteht nicht.

    11.3 Zeigt der Kunde einen Mangel an, kann er nach Maßgabe der §§ 327i ff. BGB Nacherfüllung verlangen und unter den gesetzlichen Voraussetzungen den Vertrag beenden oder den Preis mindern.

    § 11a Buchverkauf (Warenlieferung)

    11a.1 Über die Seite „Buch“ verkauft der Anbieter gedruckte Bücher (Autorenexemplare) direkt an Kunden. Der Vertrag kommt mit dem Absenden der Bestellung über die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“ und der anschließenden Bestellbestätigung des Anbieters zustande.

    11a.2 Der angegebene Preis ist der nach dem Buchpreisbindungsgesetz gebundene Ladenpreis. Er versteht sich inklusive 7 % Umsatzsteuer und zuzüglich Versandkosten. Rabatte, Gutscheine und Mengenstaffeln sind gesetzlich ausgeschlossen. Eine Signatur wird ohne Aufpreis gewährt.

    11a.3 Versandkosten, Lieferzeiten und Zahlungsarten sind auf der Seite „Versand & Zahlung“ dargestellt. Bei Vorkasse erfolgt der Versand nach Zahlungseingang; geht die Zahlung nicht innerhalb von zehn Tagen ein, kann der Anbieter die Bestellung stornieren. Kauf auf Rechnung ist nur für Lieferadressen in Deutschland möglich, Zahlungsziel 14 Tage.

    11a.4 Die Lieferung erfolgt an die vom Kunden angegebene Adresse. Die Gefahr des zufälligen Untergangs geht bei Verbrauchern erst mit Übergabe der Ware über (§ 475 Abs. 2 BGB).

    11a.5 Für Mängel der gelieferten Bücher gelten die gesetzlichen Regelungen des Kaufrechts (§§ 434 ff. BGB).

    11a.6 Verbrauchern steht beim Buchkauf ein Widerrufsrecht nach Abschnitt C der Widerrufsbelehrung zu.

    § 12 Abgrenzung: keine Heilbehandlung, keine Rechts- oder Steuerberatung

    12.1 Die Leistungen des Anbieters dienen der Bildung, Reflexion und persönlichen Weiterentwicklung. Sie sind weder Psychotherapie noch Heilbehandlung im Sinne des Heilpraktikergesetzes und ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder sonstige fachliche Behandlung. Das gilt für Gruppenveranstaltungen und für die Einzelbegleitung gleichermaßen.

    12.2 Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich, welche Themen er einbringt, ob und in welchem Umfang er an Übungen teilnimmt und welche Schlüsse er aus den Inhalten zieht. Bestehen körperliche oder seelische Beschwerden, ist der Kunde gehalten, vor Beginn fachlichen Rat einzuholen.

    12.3 Inhalte zu rechtlichen, steuerlichen oder sozialrechtlichen Fragen sind allgemeine Informationen und keine Beratung im Einzelfall.

    § 13 Urheberrecht, Aufzeichnungen, Fotos

    13.1 Alle Unterlagen, Präsentationen, Videos, Audiodateien und sonstigen Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Der Kunde darf sie ausschließlich für eigene Zwecke im Rahmen des Vertrags nutzen. Vervielfältigung, Weitergabe, Bearbeitung, öffentliche Zugänglichmachung und jede kommerzielle Verwertung bedürfen der vorherigen Zustimmung des Anbieters in Textform.

    13.2 Bei Leistungen nach § 2.3 erhält der Auftraggeber das Recht, überlassene Materialien für die interne Nachbereitung im eigenen Haus zu nutzen. Eine Weitergabe an Dritte, eine Verwendung für eigene Veranstaltungen oder eine Bearbeitung ist ohne gesonderte Vereinbarung nicht gestattet.

    13.3 Ton-, Bild- und Videoaufnahmen durch Teilnehmende sind nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters und aller aufgenommenen Personen zulässig.

    13.4 Fertigt der Anbieter Aufnahmen an, auf denen Teilnehmende erkennbar sind, und möchte er diese über die Vertragsdurchführung hinaus verwenden, holt er hierfür eine gesonderte, freiwillige und jederzeit widerrufliche Einwilligung ein. Die Teilnahme ist nicht von dieser Einwilligung abhängig.

    § 14 Vertraulichkeit

    14.1 In Gruppenveranstaltungen berichten Teilnehmende regelmäßig aus ihrem persönlichen Umfeld. Alle Teilnehmenden verpflichten sich, personenbezogene Inhalte, die sie in der Veranstaltung erfahren, vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.

    14.2 Der Anbieter behandelt die ihm bekannt gewordenen persönlichen Informationen vertraulich. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nur mit Einwilligung des Kunden oder soweit gesetzlich vorgeschrieben. Bei Aufträgen nach § 2.3 berichtet der Anbieter dem Auftraggeber nicht über Beiträge einzelner Teilnehmender.

    § 15 Haftung

    15.1 Der Anbieter haftet unbeschränkt

    • bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,
    • bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,
    • bei arglistigem Verschweigen eines Mangels,
    • im Umfang einer übernommenen Garantie,
    • nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes.

    15.2 Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

    15.3 Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen.

    15.4 Die Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung von Erfüllungs- und Verrichtungsgehilfen.

    § 16 Datenschutz

    Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten nach den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes. Einzelheiten ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung.

    § 17 Streitbeilegung

    Die Europäische Kommission hat ihre Plattform zur Online-Streitbeilegung zum 20. Juli 2025 eingestellt. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

    § 18 Schlussbestimmungen

    18.1 Erklärungen und Anzeigen, die im Rahmen dieses Vertrags abgegeben werden, bedürfen der Textform (z. B. E-Mail); eine strengere Form wird nicht verlangt.

    18.2 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

    18.3 Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

    18.4 Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften (§ 306 BGB).

    18.5 Der Anbieter kann diese AGB für künftige Verträge ändern. Für bereits geschlossene Verträge gilt die bei Vertragsschluss vereinbarte Fassung.

    Stand: 15. August 2026 · Carsten Vonnoh · Vaterherz® Akademie · Schubertstraße 10, 99423 Weimar · Tel. 0174 3137797 · kontakt@vaterherz.de