Care-Arbeit umfasst alle Tätigkeiten der Fürsorge und Betreuung: Kinderbetreuung, Pflege, Haushaltsorganisation und emotionale Beziehungsarbeit. Sie ist gesellschaftlich unverzichtbar, wird aber häufig unsichtbar und unbezahlt geleistet – überwiegend von Frauen. Vätersensible Arbeit fördert, dass Väter Care-Arbeit als selbstverständlichen Teil ihrer Rolle begreifen.
Die verschiedenen Dimensionen von Care-Arbeit
Care-Arbeit hat viele Dimensionen: physische Care (Kochen, Waschen, Putzen), emotionale Care (Trösten, Zuhören, Beziehungspflege), kognitive Care (Planen, Organisieren, Vorausdenken) und soziale Care (Netzwerke pflegen, Kontakt zu Schule und Kita). In vielen Familien übernehmen Väter primär die sichtbaren, physischen Aufgaben, während die unsichtbare kognitive und emotionale Care-Arbeit bei Müttern verbleibt.
Care-Arbeit und Geschlechtergerechtigkeit
Die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit ist eines der zentralen Hindernisse für tatsächliche Geschlechtergerechtigkeit. Frauen leisten im Durchschnitt 52 % mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer (Zweiter Gleichstellungsbericht der Bundesregierung). Diese Ungleichverteilung hat Auswirkungen auf berufliche Chancen, finanzielle Unabhängigkeit und psychische Gesundheit – für beide Geschlechter.
Väter und Care-Arbeit – ein kultureller Wandel
Immer mehr Väter wollen Care-Arbeit gleichberechtigt übernehmen. Der kulturelle Wandel erfordert jedoch mehr als guten Willen: Es braucht strukturelle Veränderungen in Unternehmen, eine Aufwertung von Fürsorgearbeit in der Gesellschaft und individuelle Bewusstseinsarbeit. Die Vaterherz® Akademie unterstützt diesen Wandel auf allen drei Ebenen – durch Unternehmensberatung, Fachkräftefortbildung und Angebote direkt für Väter.
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